Mitgliedschaften

EOTA

Die Europäische Organisation für Technische Bewertung (European Organisation for Technical Assessment – EOTA) wurde als Europäische Organisation für technische Zulassungen auf der Grundlage der Bauproduktenrichtlinie (89/106/EWG) gegründet. Mit dem vollständigen Inkrafttreten der EU-Bauproduktenverordnung (Verordnung (EU) Nr. 305/2011) am 1. Juli 2013 änderten sich der Name, vor allem aber die Aufgaben und die Struktur der EOTA.

Ab dem 1. Juli 2013 ist die Voraussetzung für die Mitgliedschaft in der EOTA die Benennung als Technische Bewertungsstelle nach der EU-Bauprodukten­verordnung durch den jeweiligen Mitgliedstaat. Der Begriff "Mitgliedstaat" bezieht sich dabei auf die EU-Mitgliedstaaten, die am EWR-Abkommen beteiligten EFTA-Staaten sowie die Schweiz und die Türkei, die aufgrund bilateraler Vereinbarungen mit der EU schon zuvor durch Zulassungsstellen in der EOTA vertreten waren. Nach der EU-Bauprodukten­verordnung benannte Stellen sind Vollmitglieder der EOTA. Darüber hinaus wird allen Zulassungsstellen, die zum 30.06.2013 Mitglied der EOTA waren, ein Beobachterstatus eingeräumt und damit die Möglichkeit zur Mitarbeit eröffnet. Sobald ein Benennung durch den jeweiligen Mitgliedstaat erfolgt, werden sie Vollmitglieder.

Die EOTA ist ein gemeinnütziger Verein mit Sitz in Belgien, 1040 Brüssel, Kunstlaan 40 Avenue des Arts. Das Deutsche Institut für Bautechnik ist die von Deutschland benannte Technische Bewertungsstelle.

EOTA - Aufbau

Die verschiedenen Tätigkeitsbereiche der EOTA werden von folgenden Gremien geleitet:

  • der Vollversammlung (General Assembly)
  • dem Exekutivausschuss (Executive Board)
  • dem Technischen Lenkungsausschuss (Technical Board).

Deutschland ist in diesen Gremien jeweils durch das Deutsche Institut für Bautechnik vertreten.

In der Vollversammlung der EOTA sind alle Technischen Bewertungsstellen vertreten. Sie ist insbesondere für die Beschlussfassung über die Geschäftsordnung, den Jahreshaushalt und die Ernennung des Präsidenten, des Vorsitzenden des Technischen Lenkungsausschusses, des Schatzmeisters, eines unabhängigen Rechnungsprüfers sowie des Generalsekretärs der Organisation verantwortlich.

Der Exekutivausschuss der EOTA setzt sich zusammen aus dem Präsidenten, dem Schatzmeister, dem Vorsitzenden des Technischen Lenkungsausschusses sowie mindestens drei weiteren Vertretern Technischer Bewertungsstellen. Durch dieses Gremium werden die laufenden Geschäfte der EOTA abgewickelt. Der Exekutivausschuss ist insbesondere verantwortlich für alle Verhandlungen mit der Europäischen Kommission, für die Verbindung zu anderen europäischen Organisationen sowie für die Ausarbeitung von Vorschlägen zu allen Themenbereichen, die von der Vollversammlung zu behandeln sind.

Der Technische Lenkungsausschuss setzt sich aus jeweils einem Vertreter jeder EOTA-Stelle zusammen, ist dem Exekutivausschuss gegenüber für die technischen Aktivitäten der EOTA verantwortlich und richtet die erforderlichen Arbeitsgruppen ein.

EOTA - Aufgaben

Hauptaufgaben der EOTA sind die Erarbeitung von Europäischen Bewertungsdokumenten (European Assessment Documents - EAD) und die Koordinierung bei der Ausstellung von Europäischen Technischen Bewertungen. Die EOTA arbeitet eng mit den Diensten der Europäischen Kommission, der Europäischen Freihandelsassoziation EFTA, dem Europäischen Komitee für Normung CEN sowie europäischen Handelsvertretungen und Industrieverbänden zusammen.