Ablauf

Das (Verwaltungs-)Verfahren wird durch das Antragsverfahren auf Ausstellung einer Europäischen Technischen Bewertung eingeleitet. Am erstgenannten Prozess sind der Antragsteller, das DIBt, in bestimmten Fällen der zuständige Sachverständigenausschuss des DIBt, die EOTA (Europäische Organisation für Technische Bewertung) und die Europäische Kommission beteiligt. Dabei wird auf die Vertraulichkeit des Vorgangs geachtet; der Vorgang wird anonym behandelt und es werden nur die jeweils erforderlichen Informationen weitergegeben.

Das Ablaufdiagramm zeigt den prinzipiellen Ablauf der Verfahren zur Erarbeitung eines Europäischen Bewertungsdokuments und der Ausstellung einer Europäischen Technischen Bewertung.

Der systematische Ablauf des Bewertungsverfahrens ist von wesentlicher Bedeutung dafür, dass das DIBt für seine Kunden qualitativ anspruchsvolle Europäische Technische Bewertungen in möglichst kurzer Zeit und mit möglichst geringem Prüf- und Beurteilungsaufwand ausstellen kann.

Wenn eine Europäische Technische Bewertung für ein bestimmtes Produkt ausgestellt wurde, besteht für eben dieses Produkt auch die Pflicht der Ausstellung einer Leistungserklärung (Art. 4 Abs. 1 EU-BauPVO) und in der Konsequenz zur CE-Kennzeichnung (Art. 8 Abs. 2 EU-BauPVO), wenn das Produkt in Verkehr gebracht wird. Mit der CE-Kennzeichnung bestätigt der Hersteller die Konformität mit dessen erklärter Leistung sowie die Einhaltung aller geltenden Anforderungen, die in der EU-BauPVO und in anderen einschlägigen Harmonisierungsrechtsvorschriften festgelegt sind.